Spielplatzprüfungen

Spielplatzprüfungen

Spielplätze nach SN EN 1176 prüfen

Wir erledigen für Sie gerne folgende Sicherheitstechnischen Überprüfungen nach SN EN 1176

Falls ihr Spielplatz öffentlich zugänglich ist (Mehrfamielienhäuser ab 3 Wohneinheiten, Schulen, Kindergärten, Restaurants, Einkaufszentren etc.) Sollten Sie sich genauer über Ihre pflichten informieren. Näheres erfahren Sie in untenstehendem Text sowie auf der Homepage der BfU (www.bfu.ch Sichere Bauten)

 

Rechtliche Grundlagen

Seit dem 1. September 2008 hat die europäische Norm EN 1176: 2008 «Spielplatzgeräte und Spielplatzböden»
den Status einer Schweizer Norm. Sie besteht aus den Teilen 1-7 und wird auf Spielgeräte angewendet, die öffentlich zugänglich sind. (MFH ab 3 Wohneinheiten)

Nebst allgemeinen sicherheitstechnischen Bestimmungen enthält sie spezielle Anforderungen an z. B. Schaukeln, Rutschen, Seilbahnen, Karussells oder Wippen.

Für Schadensfälle nach Unfällen auf Kinderspielplätzen wird unter anderem die Werkeigentümerhaftung angewendet:

«Der Eigentümer eines Gebäudes oder eines anderen Werkes hat den Schaden zu ersetzen, den diese infolge von fehlerhafter Anlage oder Herstellung oder von mangelhafter Unterhaltung verursachen. Vorbehalten bleibt ihm der Rückgriff auf andere, die ihm hierfür verantwortlich sind.»

Diese Haftung ist eine so genannte Kausalhaftung, da der Werkeigentümer unabhängig von einem eigenen Verschulden für den Schaden einstehen muss, der durch sein mangelhaftes Werk verursacht worden ist.

Inspektion und Wartung

Gem. SN EN 1176-7:2008 Anleitung für Installation, Wartung und Betrieb

Zu jedem Spielplatz sollte ein Dossier angelegt werden, in dem der Standort und jedes Gerät mit Erstellungsjahr und Vertreiber festgehalten werden. Die Kontrollprotokolle werden anschliessend laufend ergänzt und abgelegt. Nur so kann ein geeignetes Sicherheitsmanagement für eine Anlage aufgebaut werden. Personal, das die Wartung im Rahmen des Sicherheitsmanagements wahrnimmt, wie z. B. Kontrollen, Reparaturen oder Wartung,sollte entsprechende Fähigkeiten haben. Der Kenntnisstand ist abhängig von den Aufgaben, zusätzliche Ausbildung kann erforderlich sein.

Die Inspektion und Wartung der Geräte sollte nach den Anleitungen und in den durch den Hersteller angegebenen Zeitabständen erfolgen. Die durchgeführten Inspektionen und Wartungsarbeiten, die in einem einfachen Protokoll (Inspektionsplan) festgehalten
sind, sollten mindestens folgende Punkte beinhalten:

  • Datum der Kontrolle
  • Wer hat die Kontrolle durchgeführt?
  • In welchem Zustand sind die Geräte?
  • In welchem Zustand sind die Fallschutzbeläge?
  • Unübliche Verunreinigungen auf dem Areal
  • Vandalismus und besondere Vorkommnisse
  • Eingeleitete Unterhaltsarbeiten


Visuelle Inspektion:

Die visuelle Inspektion ist eine oberflächliche Kontrolle des Spielplatzes bzw. der Spielgeräte. Kontrolliert werden sollten: Sauberkeit, Zustand der Fallschutzbeläge, scharfe Kanten (z. B. freiliegende Fundamente), fehlende Teile, Beschädigung durch Vandalen oder sonstige offensichtliche Schäden. Bei stark beanspruchten Spielplätzen kann eine tägliche Kontrolle erforderlich sein. (Durchführung am Besten durch Hauswart oder Mieter)


Operative Inspektion:

Diese Inspektion sollte nach Angabe des Herstellers oder Vertreibers vorgenommen werden (alle 1-3 Monate). Die Kontrolle umfasst die Stabilität der Geräte und den Zustand der Verschleißteile.

Beispiele für die operative und visuelle Inspektion:

  • Sauberkeit
  • Bodenfreiheiten
  • Beschaffenheit der Bodenflächen
  • freiliegende Fundamente
  • scharfe Kanten
  • fehlende Teile
  • übermäßiger Verschleiß
  • bauliche Festigkeit


Jährliche Inspektion:

Die jährliche Hauptinspektion wird zur Feststellung des allgemeinen betriebssicheren Zustands von Anlagen vorgenommen. Wenn die Stabilität eines Spielgeräts nur von einem Pfosten abhängt, ist die Wartung besonders sorgfältig durchzuführen, zum Beispiel durch eine Überwachung der Alterung und, falls notwendig, durch Ausserbetriebnahme vor dem Ende der Lebensdauer.

Beispiele für die operative und jährlichen Hauptinspektion:

  • Kontrolle betreffend der Übereinstimmung mit den relevanten Teilen der Norm SN EN 1176: 2008
  • alle Verschleissteile
  • Witterungseinflüsse
  • Vorliegen von Korrosion oder Verrottungsschäden der Fundamente
  • Tragteile im Übergang ins Erdreich (evtl. inkl. Freilegung bestimmter Geräteteile)
  • Oberflächen
  • Veränderungen der Anlagesicherheit nach den Reparatur- oder Unterhaltsarbeiten
  • abgedichtete Teile (besonders wichtig!)

Werden bei einer Inspektion schwerwiegende sicherheitsbeeinträchtigende Defekte festgestellt, sollten diese unverzüglich behoben werden. Ist das nicht möglich, sollte die Benutzung der Anlage verunmöglicht werden, z. B. durch Stilllegung oder Abbau.

Die Inspektion und Wartung der Geräte und Geräteteile sollte mindestens in den Zeitabständen erfolgen, wie sie in den Anleitungen des Herstellers angegeben werden. In einem Wartungsplan sollten die routinemässigen Wartungen, die die Herstellerangaben und auch die lokalen Gegebenheiten berücksichtigen, festgehalten sein.

Die Wartungsarbeiten können folgende Punkte beinhalten:

  • Nachziehen der Befestigungen
  • Nachstreichen und Nachbehandeln der Oberflächen
  • Wartung der Fallschutzbeläge
  • Schmieren der Gelenke
  • Sauberkeit
  • Auffüllen von losem Fallschutzmaterial
  • Ersetzen von Befestigungen
  • Schweissarbeiten
  • Ersetzen von abgenutzten oder defekten Teilen